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Feierabendspaziergänge

Was sind die Feierabendspaziergänge?

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und die LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege laden herzlich ein zu „Feierabendspaziergängen“.

Immer am zweiten Dienstag im Monat im Zeitraum von April bis September um 17.30 Uhr erkunden wir gemeinsam in lockerer Runde urbane und ländliche Kulturlandschaften oder Teile davon. Wir wollen vermeintlich bekannte Orte neu sehen und hinter verschlossene Türen blicken oder auch einfach näher kennenlernen.

Unsere Themen sind breit gefächert und richten sich an alle die gerne spazieren gehen und dabei etwas entdecken möchten: Ob Parks, Wohnsiedlungen, Grünanlagen, Friedhöfe oder Industriebrachen, ob Bunker, Kirchen oder Bahnhöfe...

Sie sind interessiert? Neugierig? Dann sind Sie uns herzlich willkommen, besonders wenn Sie gegen 17.00 Uhr Feierabend machen, in den großen Unternehmen und Bürogebäuden arbeiten und ihre Umgebung vielleicht gar nicht so gut kennen.

Haben Sie eigene Ideen oder Vorschläge? Möchten Sie selbst einmal einen Spaziergang leiten? Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Ihre Ideen.

Broschüre der Feierabendspaziergänge 2026 ( PDF, 646 kB )

Feierabendspaziergänge 2026

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Blick auf eine Hausfassade in Königswinter.

Rheinromantik und Strukturwandel

Die Altstadt von Königswinter

Termin:

Dienstag, 14. April 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Siebengebirgsmuseum, Kellerstr. 16, 53639 Königswinter | ÖPNV: Bf Königswinter; Haltestelle Königswinter-Fähre

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Die Gestaltung der Rheinufer folgte seit dem 19. Jahrhundert einer
neuen Wahrnehmung landschaftlicher Qualität. Daraus und aus neuen,
nicht zuletzt verkehrstechnischen und touristischen Anforderungen
ergab sich ein grundlegender Wandel im Stadtbild von Königswinter.
Diesen nachzuvollziehen öffnet bis heute spannende Perspektiven. Neben
der Gestaltung von Anlagen und Verkehrswegen bieten vor allem
zeittypische Bebauungen Einblicke in verschiedene Epochen und deren
soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Referent:

Elmar Scheuren ist Historiker und war viele Jahre Leiter des Siebengebirgsmuseums.
Zu seinen Themenschwerpunkten gehören die regionale
Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Fragen des Wandels und
der Wahrnehmung von Landschaft.

Bildnachweis:

© Vanessa Lange/LVR-ADR

Anmeldung hier ab dem 03. März möglich.

Blick auf ein steinernes, großes Gebäude.
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Villa Malta in Rodenkirchen

Burgenträume am Rhein

Die Villenkolonie in Rodenkirchen

Termin:

Dienstag, 14. April 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Frankstraße/Ecke Hauptstraße, 50996 Köln | ÖPNV: Haltestelle Frankstraße

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Das Thema des vornehmen Wohnens prägt diesen südlichen Teil der Stadt Köln baulich und historisch. Gefördert durch die wunderschöne Lage am Rhein, entstanden hier seit der Mitte des 19. Jahrhunderts prägende Villen von hoher baukünstlerischer Qualität. Zwischen der Villa Malta und der Villa Nierstras, dem „Krewel‘schen Terrain“ und der Villa Brügelmann begegnen wir Geschichte(n) von Burgenträumen, Apothekern und Bautenensembles von nationaler Bedeutung.

Referent:

Dr. Thomas van Nies, Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Kunstgeschichte, Anglistik in Köln, Bochum, München. Freiberufliche Tätigkeit im Bereich Kunstvermittlung.

Bildnachweis:

© CEphotos, Uwe Aranas

Anmeldung hier ab dem 03. März möglich.

Eine helle Hausfassade mit Fenstern; davor steht ein Baum.
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Siedlung Graurheindorfer Straße

Arbeiter und Soldaten

Siedlungen im Bonner Norden

Termin:

Dienstag, 12. Mai 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Vorgebirgsstraße, Ecke Sachsenweg, 53119 Bonn | ÖPNV: Haltestelle An den Markthallen

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Beiderseits der um 1900 angelegten Ringstraße im Bonner Norden finden sich zahlreiche kleine Siedlungen und Wohnanlagen aus dem ausgehenden Kaiserreich und der Zwischenkriegszeit. Der Rundgang zeigt die vor dem Ersten Weltkrieg errichtete Kleinstwohnsiedlung Eintrachtstraße sowie die denkmalgeschützte Siedlung Graurheindorfer Straße 87–95, erbaut 1899–1903 von der Bonner Arbeiterwohnungs-
Genossenschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden zahlreiche Bauten für die französischen Besatzungsmacht – für Offiziere, Soldaten und ihre Familien. So veranlasste die Reichsvermögensverwaltung Coblenz etwa die „Französische Siedlung Chlodwigplatz“.

Referent:

Dipl.-Geograf Alexander Hess ist Mitglied in den Vorständen der RVDL-Regionalverbände Bonn/Rhein-Sieg/Ahr und Köln

Bildnachweis:

© Alexander Hess

Anmeldung hier ab dem 31. März möglich.

Hellrosa Blüten an einem Zweig.
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Apfelblüte

Streuobst mit Zukunft?

Nutzung, Naturschutz und neue Umweltbedingungen

Termin:

Dienstag, 12. Mai 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Auf der Deichterrasse hinter der Kirche St. Amandus, Amandusstr., 50769 Köln-Rheinkassel | ÖPNV: Haltestelle Rheinkassel

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Der Spaziergang führt uns durch die Rheinkasseler Aue an einer Reihe von Streuobstbeständen unterschiedlichen Alters vorbei. Anhand der Obstwiesen lassen sich ihre Entwicklungsgeschichte und die damit verbundenen Ideen und Ziele anschaulich erzählen. Stand früher die Verwertung des Obstes im Vordergrund, ist es heute der Naturschutz, der die „Baumgärten“ weiterleben lässt. Nach einem Blick in die
Vergangenheit werden im Laufe des Spaziergangs die Herausforderungen dargestellt, denen die Kulturform Streuobst in einem Jahrhundert immenser globaler Veränderungen gegenübersteht. Wir stellen uns der Frage: Wie zukunftsfähig sind unsere Obstwiesen?

Referenten:

Dr. Volker Unterladstetter, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, betreut dort die Bereiche Botanik mit Schwerpunkt artenreiches Grasland sowie Streuobst mit dem Fokus auf Biotopentwicklung und dem Erhalt alter Kulturobstsorten.

Bildnachweis:

© NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln

Anmeldung hier ab dem 31. März möglich.

Blick auf eine große Bücke aus der Froschperspektive.
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Blick auf die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn.

Konstruktiver "Exportschlager"

Die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn

Termin:

Dienstag, 09. Juni 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Kurt-Legien-Straße, 53117 Bonn-Castell, an der südlichen Fußgängerrampe zur Brücke (linksrheinisch) | ÖPNV: Haltestelle Bataverweg

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Die Friedrich-Ebert-Brücke ist Teil der Autobahn 565 und überquert den Rhein zwischen den Bonner Stadtteilen Schwarzrheindorf und Castell. Maßgeblich geplant wurde sie von dem Hagener Bauingenieur Hellmut Homberg und ging 1967 in Betrieb. Das hier realisierte Vielseil-Tragwerk wurde seitdem bei vielen Schrägseilbrücken auf der ganzen Welt wieder aufgegriffen. Dies war einer der Gründe, weshalb das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland 2025 eine denkmalrechtliche Unterschutzstellung des Bauwerks beantragt hat. Der Spaziergang soll zeigen, dass Brücken auch Baukultur sind und weshalb diese Perspektive einen konstruktiven Beitrag bei den weiteren Planungen
zur erneuerungsbedürftigen Bonner Nordbrücke leisten kann.

Referent:

Dr. Alexander Kleinschrodt, Kulturwissenschaftler und Architekturhistoriker, ist im RVDL u.a. Sprecher der AG Nachkriegsarchitektur im Rheinland und Mitglied im Vorstand.

Bildnachweis:

© Ralf Liptau/LVR-ADR

Anmeldung hier ab dem 28. April möglich.

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Blick auf den Eingangsbereich des Rhein Energie Stadions

Der Puls einer ganzen Region

Der Sportpark und mehr in Köln-Müngersdorf

Termin:

Dienstag, 09. Juni 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Rheinenergiestadion (Marathontor), Fritz-Schröder-Weg, 50933 Köln | ÖPNV: Haltestelle Stadion

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

„Hier schlägt der Puls einer ganzen Region. Auf ewige Zeit mein Müngersdorf“. Das Zitat aus dem Lied des Musikers Mo-Torres weist auf die große Bedeutung des Müngersdorfer Stadions für die Domstadt wie für die gesamte Region hin. Hier findet man jedoch nicht nur die Spielstätte des 1. FC Köln, sondern zahlreiche weitere Sportanlagen sowie die Deutsche Sporthochschule. Der Park kann sogar auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Gräber aus bandkeramischer, römischer und fränkischer Zeit im Bereich der Jahnwiese weisen auf eine noch viel ältere und facettenreiche Geschichte hin. Der Spaziergang führt durch den Sportpark mit den denkmalgeschützten „Abel-Bauten“, vorbei am Adenauer Weiher bis zur Kasernensiedlung der einst hier stationierten belgischen Streitkräfte. Rückfahrt ab Haltestelle Stadion (Linie 1) oder Stüttgenhof (Linie 7) möglich.

Referent:

Dr. Wolfgang Rosen ist als Historiker beim LVR-Institut für Landeskunde u. Regionalgeschichte tätig; dort u. a. zuständig für den „Rheinischen Städteatlas“ sowie die rheinische Stadt- u. Landesgeschichte. Er ist Lehrbeauftragter der Universitäten Bonn und Köln und Mitherausgeber der Zeitschrift „Geschichte in Köln“.

Bildnachweis:

© Jüren Gregori/LVR-ADR

Anmeldung hier ab dem 28. April möglich.

Ein Wasserlauf vor einem modernen Kastenbau mit vielen Fensterflächen.
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Blick auf den Kö-Bogen.

Durchblick verloren?

Kö-Bogen und Hofgarten in Düsseldorf

Termin:

Dienstag, 14. Juli 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Ecke Königsallee/Schadowplatz, 40212 Düsseldorf | ÖPNV: Haltestelle Heinrich-Heine-Allee

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Der am Südende des Hofgartens liegende Jan-Wellem-Platz ist verschwunden. Auf der Fläche wurde der Kö-Bogen des Stararchitekten Daniel Libeskind gebaut, dessen Baukante an das Gewässer der Landskrone heranrückte und dessen Verlauf in der Baugestalt aufnahm. Vor der Bebauung des Kö-Bogens existierte hier eine differenzierte Sichtbeziehung zwischen dem Hofagrten und der Stadt – mit deutlichem Blick auf die Johanniskirche. Heute ist diese Beziehung durch die massive Fassadenwand des Neubaus verloren. Das allgemeine Meinungsbild zum Kö-Bogen ist geteilt: Für die Immobilienwirtschaft handelt es sich um ein zukunftsträchtiges Leuchtturmprojekt, andere halten den Abschluss des Schadowplatzes und den Durchgang zum Hofgarten für gelungen, kritisieren jedoch die massiven Baumassen und die abweisenden Fassaden.

Referentin:

Dr. Hagen Fischer war bis 2007 in leitender Funktion im Stadtplanungsamt Düsseldorf zuständig für die Stadt- und Regionalentwicklung. Er engagiert sich im Vorstand von „düsseldorf im blick. Forum für Baukultur und Stadtentwicklung e. V.“ und publizierte u. a. das Buch „Hochhäuser in Düsseldorf. 1920 bis 2020“.

Bildnachweis:

© Holger Klaes/klaes-images

Anmeldung hier ab dem 2. Juni möglich.

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Blick auf die Festung im Volksgarten.

Von der Festung zum Erholungsort

Der Kölner Volksgarten und „Haus Gotland“

Termin:

Dienstag, 14. Juli 2025 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Eifelplatz, Ecke Eifelstr./Volksgartenstr. (Südseite), 50677 Köln | ÖPNV: Haltestelle Eifelplatz

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Der 1887–1889 mit aufwendig gestalteten Wasser- und Grünflächen unter Einbeziehung der preußischen Befestigungsanlage Fort IV entstandene Volksgarten ist eine der interessantesten Grünflächen der Kölner Neustadt. Er beherbergt neben den Überresten der Verteidigungsanlage die auf den Mauern der ehemaligen Lünette III erbaute Orangerie sowie ein vergleichsweise junges Denkmal: das sogenannte „Haus Gotland“. Der in den 1950er Jahren vom schwedischen Roten Kreuz errichtete Kindergarten wird den Schlusspunkt unserer Führung bilden, nachdem wir den Park mit seiner Historie und seiner Gestaltung vorgestellt haben.

Referent:

Dr. Astrid Lang, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, betreut in der Abt. Bau- und Kunstdenkmalpflege beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland die Stadt Köln. Tobias Lauterbach, Landschaftsarchitekt und Denkmalpfleger, ist wiss. Referent für Gartendenkmalpflege in der Abt. Bau- und Kunstdenkmalpflege beim LVR-ADR.

Bildnachweis:

© Julian Weller/LVR

Anmeldung hier ab dem 2. Juni möglich.

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Blick auf das Dürener Rathaus.

Transparenz und Leichtigkeit

Architektur und Städtebau der 1950er Jahre in Düren

Termin:

Dienstag, 11. August 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Kaiserplatz (vor dem Rathaus), 52349 Düren | ÖPNV: Bf Düren; Haltestelle Kaiserplatz

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Dürener Innenstadt in einem Zug in den 1950er Jahren als harmonisches, einheitliches Ganzes errichtet. Das Gesicht der Stadt ist davon bis heute entscheidend geprägt. Transparenz und Leichtigkeit, Schwerelosigkeit und Auflockerung, Farbigkeit und Helligkeit, organische Formen und Dynamik waren bestimmend. Vieles wurde hell und leuchtend, durchscheinend, dünn und schwungvoll gestaltet. Lichte Glaswände, leuchtende Neonreklamen, zusammengesetzte Baukörper und runde Treppenaufgänge sind kennzeichnend. Diese Gestaltungsmaximen fanden ihren Niederschlag im Großen und im Kleinen, in der Stadtplanung und in vielen Details. Sie zeigen sich in der blockweisen Gestaltung der Wohn- und Geschäftsbauten, aber auch beim Rathaus und bei der herausragenden Annakirche.

Referenten:

Heike Kussinger-Stankovic war lange als Denkmalpflegerin bei der Stadt Düren tätig. Seit Jahren leitet sie das Büro denkmalberatung in Aachen. Schwerpunkte der freiberuflichen Tätigkeit sind Veröffentlichungen, Ausstellungen, Denkmalbereichssatzungen und Gestaltungshandbücher.

Bildnachweis:

© Silvia Margrit Wolf/LVR

Anmeldung hier ab dem 30. Juni möglich.

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Blick auf den Gerling-Brunnen im Gereonshof.

Das neue Köln

Repräsentationsbauten der Zeit nach 1945

Termin:

Dienstag, 11. August 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Gerling-Brunnen, Gereonshof 33, 50670 Köln | ÖPNV: Haltestelle Christophstr./Mediapark

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war im stark zerstörten Köln geprägt durch eine Vielzahl von herausfordernden Bauaufgaben. Neben der Wohnbebauung und den Wirtschaftsbauten standen aber auch wichtige Repräsentationsbauten auf der Liste der Bautätigkeiten. Der Spaziergang führt zu einigen dieser Objekte in der Kölner Innenstadt
– vom „Gerling-Komplex“ über den „Spanischen Bau“ am Rathaus über die neue Oper bis zum modernen Museumsbau.

Referentin:

Georg Mölich ist Historiker und war langjähriger Mitarbeiter im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn. Einer seiner Arbeits- und Publikationsschwerpunkte ist die Kölner Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bildnachweis:

© Raimond Spekking, Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Anmeldung hier ab dem 30. Juni möglich.

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Blick auf Schloss Gracht mit vorgelagertem Wassergraben.

Unterschätzte Gartenpracht

Die Parkanlage von Schloss Gracht

Termin:

Dienstag, 08. September 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Grachtstraße ggü. Hausnummer 10, 50374 Erftstadt-Liblar | ÖPNV: Bf Erftstadt; Bahnhofstr.

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Die um 1720/1730 entstandenen Tuschezeichnungen und Skizzen des wallonischen Wandermalers Renier Roidkin (1680–1740) zeigen die Gartenanlage von Schloss Gracht, die zu den frühesten und prachtvollsten Barockgärten im Rheinland zählt. Der Spaziergang führt uns zu den bis heute ablesbaren Strukturen und Gestaltungselementen der barocken Anlage, die zum Bestandteil des im späten 18. Jahrhundert angelegten Landschaftsgartens wurde. Der Umbau des Schlosses in der Mitte des 19. Jahrhunderts führte erneut zu Veränderungen einiger Gartenpartien. Neben der spannenden Entwicklungsgeschichte der Parkanlage vom 17. bis zum 21. Jahrhundert werden beim Rundgang durch den Park die Auswirkungen Braunkohletagebaus und des Klimawandels erläutert. Der für die Gartenkunstgeschichte im Rheinland bedeutenden Parkanlage gebührt durchaus mehr Aufmerksamkeit. (Aufgrund des Starkregens im Sept. 2025 bieten wir diesen Rundgang ein weiteres Mal an.)

Referentin:

Dipl.-Ing. Petra Engelen ist Garten-und Landschaftsplanerin und war Referentin für Gartendenkmalpflege beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Sie ist Mitglied im Erweiterten Vorstand des RVDL.

Bildnachweis:

© Frank Laumen/klaes-images

Anmeldung hier ab dem 28. Juli möglich.

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Blick auf die Außenfassade der Zechenbrauerei Sünner.

Industriegeschichte eines Vororts

Die wechselhafte Geschichte von Köln-Kalk

Termin:

Dienstag, 08. September 2026 | 17.30–19.00 Uhr

Treffpunkt:

Ehem. Kalker Post an der gleichnamigen Haltestelle. Kalker Hauptstr./Ecke Trimbornstr./Robertstr., 51103 Köln | ÖPNV: Haltestelle Kalk Post

kostenfrei | Anmeldung erforderlich

Hervorgegangen aus kleinen Anfängen Kalker Höfe und einer Wallfahrtskapelle expandierte die Siedlungsentwicklung mit der Industrialisierung, bis Kalk Stadt wurde und seit der Eingemeindung ein Kölner Vorort ist. Der Spaziergang widmet sich aus historisch-geographischer und eigener biographischer Sicht den noch erkennbaren Spuren und zentriert dabei die Menschen mit ihrer kulturellen Identität. Die Migrationsgeschichte und die Gegenwart bilden die besondere Aura von Kalk als „Veedel“. Der Spaziergang endet an der Haltestelle Kalk Kapelle und findet einen Ausklang bei einem Glas Kölsch im Brauhaus Sünner.

Referenten:

Dr. Klaus-Dieter Kleefeld ist Historischer Geograph. Noch bis März
2026 ist er beim Landschaftsverband Rheinland für die Redaktion des Internetportals „KuLaDig“ zuständig. Seinen aktuellen Arbeitsschwerpunkt in der Kulturlandschaftspflege hat er im Büro für historische Stadt- und Landschaftsforschung.

Bildnachweis:

© Jürgen Gregori/LVR-ADR

Anmeldung hier ab dem 28. Juli möglich.