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Von Adventsdüften, Flutschmoppen und historischen Weihnachtsbriefen

LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte hat digitalen Adventskalender prall gefüllt

Köln. / Bonn. 30. November 2022. Auch in diesem Jahr begleitet das LVR- Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (ILR) alle Interessierten mit einem digitalen Adventskalender durch die Vorweihnachtszeit. Ab dem 1. Dezember präsentieren die Wissenschaftler*innen 24 Türchen, gefüllt mit spannenden Archivfunden und kuriosen, unterhaltsamen oder nachdenklichen Geschichten aus dem Rheinland.

Der Dezember geht oftmals mit Weihnachtsstress einher: Einkaufmarathon, Plätzchen backen, Weihnachtsfeiern in Schule, Büro oder Verein, Weihnachtsbaum besorgen und vieles mehr, was bis zum 24. Dezember erledigt sein muss. Trotzdem halten viele Menschen immer noch einen Platz für liebegewordene Gewohnheiten und Rituale frei. Der Besuch des Weihnachtsmarktes zum Beispiel, der 2022 das erste Mal seit zwei Jahren wieder ohne coronabedingte Einschränkungen möglich ist.

Doch schon die nächste Krise wirkt sich auf Weihnachtsstimmung und -ambiente aus. Infolge der Energiekrise setzen einige Städte im Rheinland Sparmaßnahmen um und drosseln die kommunale Weihnachtsbeleuchtung. „So traditionell viele Weihnachtsrituale erscheinen, sie stehen immer in Wechselbeziehung mit gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen“, sagen die Fachleute des ILR. „Bräuche verändern sich und passen sich den jeweiligen Bedürfnislagen und Rahmenbedingungen an“. Solche historischen und aktuellen Transformationsprozesse haben die Forscher*innen untersucht und in 24 informativen Beiträgen für den digitalen Adventskalender aufbereitet.

In diesem Jahr ist zum Beispiel die Geschichte vom Comeback einer vermeintlich vergessenen Gabenbringerin dabei. Historische Quellen verraten, warum in den 1920er Jahren das Fest im Rheinland gelegentlich mit Plumpudding, Truthahn und Mince Pie britische Formen annahm. Berührende Einblicke in Kriegszeiten gibt ein Beitrag über weihnachtliche Feldpostbriefe aus Stalingrad. Hinter anderen Türchen kommt man dem Geheimnis weihnachtlicher Düfte auf die Spur oder erfährt, warum das familiäre Weihnachtsfest so gerne in Fotoalben inszeniert wird. Und wenn Sie schon immer einmal wissen wollten: Was steckt eigentlich hinter dem rheinischen Wort „Flutschmoppen“? Die Antwort darauf ist hinter einem der Türchen versteckt.

Den digitalen Adventskalender findet man unter www.rheinische-landeskunde.lvr.de
Alle Beiträge in bereits geöffneten Türchen bleiben zugänglich.

Bild zum Download

  1. Die Gebäckbezeichnung "Flutschmoppen" kennen viele Menschen im Rheinland nicht mehr. Gängiger ist "Möppke", was ein rundes oder eckiges Kleingebäck bezeichnet.

    Foto: Verena Kohlmann, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

    Download Bild (JPG, 1,49 MB)

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Birgit Ströter

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